#6 MUTMODUS - Geht es hier wirklich um mich? Warum du nicht alles persönlich nehmen musst

Shownotes

6 MUTMODUS - Geht es hier wirklich um mich? Warum du nicht alles persönlich nehmen musst

Kennst du das? Jemand sagt einen einzigen Satz und du denkst noch drei Tage später darüber nach. Du fragst dich, was du falsch gemacht hast, warum die Person so reagiert hat und was sie jetzt über dich denkt.

In dieser Folge geht es darum, warum wir uns Dinge so schnell zu Herzen nehmen und weshalb eine Aussage oft viel mehr über die andere Person als über uns selbst erzählt.

Simone spricht über Grübeln, das Beziehungsohr, das Eisbergmodell und darüber, wie ein Perspektivwechsel dabei helfen kann, innerlich stärker zu werden.

Außerdem geht es um eine ganz konkrete Erfahrung, bei der Simone selbst lernen durfte, Kritik nicht persönlich zu nehmen, ihren eigenen Anteil zu prüfen und trotzdem hinter ihrem Weg zu stehen.

Eine Folge über innere Stärke, Selbstfürsorge und gesunde Grenzen ohne hart oder kalt werden zu müssen.

Deine Simone

Insta: @mut_modus

Transkript anzeigen

00:00:10: Stell dir vor, jemand sagt einem einzelnen Satz zu dir nur ein und du hast drei Tage was davon.

00:00:17: Und du trägst ihn mit dir rum!

00:00:19: Du gehst diesen Satz im Kopf durch beim Duschen, beim Gassi gehen, beim Kochen nachts um drei wenn du die Glubschi Bubschis aufmachst und fragst dich habe ich etwas falsch gemacht?

00:00:27: hätte ich anders reagieren sollen?

00:00:29: den da bloß los.

00:00:30: und was denkt diese Person jetzt von mir?

00:00:32: Und dann irgendwann merkst du, dieser andere, dieses andere Person hat den Satz längst vergessen.

00:00:38: Der hatte vielleicht einen miesen Tag oder hat ein Maßstab angelegt der aber gar nichts mit dir zu tun hatte.

00:00:43: und genau darum geht es heute warum du nicht alles persönlich nehmen musst und wie du dich so davon abgrenzt dass du ja innerlich stark bleibst aber ohne hart und kalt zu werden.

00:00:56: Und damit hallo, herzlich willkommen bei meinem Podcast Mutmodus.

00:01:01: Der ist für mutige Frauen und Macherin wie dich und mein Name ist Simone.

00:01:06: ich bin forty- acht Jahre seit über sechs Jahren selbstständig Mama eines hoch sensiblen Teeniesons.

00:01:12: Leben in einer Patchwork Familie haben zwei Hunde und ich habe mir früher so und fassbar viel selber zu Herzen genommen.

00:01:19: Viele Dinge habe ich ganz lange mit mir rumgetragen, immer wieder bewegt hin- und hergedacht und immer wieder dran rumgeknapst.

00:01:25: Und deshalb ist das hier auch keine Folge in der ich irgendwas Theoretisches von oben herab erkläre oder dir irgendwas vorschreibe wie was besser wäre.

00:01:35: Ganz im Gegenteil... Ich weiß selber wie sich das anfühlt, ich weiß selber wir beschissen dass sein kann und ich habe aber auch ein zwei kleine Ideen Wie es besser werden kann.

00:01:47: Und ja, ich starte mal mit ein paar Fragen und du kannst dir vielleicht einfach für dich innerlich beantworten also meine liebe nimmst du dir auch viele, viele Sachen zu herzen.

00:01:59: Zum Beispiel wenn jemand kurz angebunden ist oder eine Nachricht von dir länger unbeantwortet bleibt oder wenn irgendjemand dir absagt oder dein Kind irgendwie die Tür knallt und dich anschreit, ist da auch so dein erster Gedanke?

00:02:14: Oh wow!

00:02:16: Das geht ja gar nicht... liegt das an mir, habe ich irgendwie was falsch gemacht?

00:02:22: Was ist denn da jetzt los?

00:02:23: und dann denkst du vielleicht auch noch über Dinge nach die eigentlich längst gelaufen sind.

00:02:28: Ein Gespräch von letzter Woche einen Satz von vor zwei Monaten oder eine Situation, die du einfach immer wieder im Kopf neu abspielst so mit besserem Text.

00:02:41: Wenn was grad nicht so toll läuft, geht bei dir soforts Kopfkino an und du denkst das immer wieder durch.

00:02:46: Habe ich irgendwas falsch gemacht?

00:02:48: Ja wenn du dich da jetzt wieder erkannt hast und vielleicht ein paar mal in der Licht genickt hast.

00:02:51: dann herzlich willkommen im Club Und ich sag dir auch warum dass nichts mit Schwäche oder so zu tun hat.

00:02:59: Ich möchte dich einfach heute so ein bisschen mitnehmen und zwar in darum dass es einfach bei vielen Dingen gar nicht um dich persönlich geht.

00:03:09: Und zwar möchte ich das mit dir aus der Sicht der Kommunikation und auch aus psychologischer Sicht beleuchten, natürlich auch wie du innere Stärke aufbauen kannst – und wie du dich ganz konkret abgrenzen kannst innerlich im Verhalten mit Worten.

00:03:25: Fangen wir mal mit der ganzen Grübelei an!

00:03:29: Da haben sich Psychologen mit beschäftigt, mit dem Phänomen.

00:03:33: Das heißt Rumination.

00:03:35: also auf Deutsch ist das grübeln und gemeint ist es diese ständige Kreisen um ein Problem, um Ursachen oder mögliche Folgen aber nicht unbedingt um Lösungen.

00:03:45: und kennst du den Unterschied zwischen nachdenken und grübeln?

00:03:50: Beim Nachdenken fragst Du was kann ich daraus lernen?

00:03:54: Was mache ich beim nächsten Mal anders?

00:03:58: Was habe ich für einen Anteil daran, wie kann ich das verändern?

00:04:01: Und beim Grübeln ist es eher so.

00:04:03: warum bin ich nur so.

00:04:04: Warum passiert mir das immer und du merkst schon dass eine bringt dich weiter und das andere lässt sich im Kreis drehen.

00:04:12: Und jetzt kommt etwas was ich persönlich als entlastend empfinde nämlich dass Frauen grundsätzlich stärker zum grübeln, neigen als Männer weil wir Frauen oft stärker auf Beziehung ausgerichtet sind.

00:04:27: Und Beziehungen sind eben voller Unklarheiten.

00:04:32: du kannst nie ganz genau wissen was im anderen vor sich geht und alles was unklar ist.

00:04:40: Wo wir nicht genau den Einblick haben.

00:04:42: das ist perfekter Nährboden für Kopfkino, für Interpretationen.

00:04:51: Das heißt, wenn du ständig oder viel grübelst und nachdenkst dann liegt es nicht daran, weil mit dir was nicht stimmt.

00:04:57: Sondern das ist einfach ein Zeichen dafür dass du eine Frau bist die viel Wert auf Verbindung liegt.

00:05:04: Und was auch wichtig ist an der Stelle zu verstehen ist so ausgiebeln, die Sache einfach besser macht.

00:05:14: Das bringt dich oft in so ein verstärkt negatives Denken und das schwächt halt deine Lösungsorientierung, kann sogar dazu führen dass wir uns eher von anderen zurückziehen anstatt dann wirklich nach vorne zu gehen diese Beziehung oder die Situation um die es konkret geht wieder eine bessere Richtung zu bringen.

00:05:39: Eine kurze Anmerkung weil mir das wichtig ist.

00:05:42: wenn du gerade selber merkst, so grübeln das belastet mich total stark.

00:05:49: Das raubt mir den schlaf.

00:05:50: dann bitte hol dir Unterstützung.

00:05:53: Es gibt da Therapeuten, Thera- peuten.

00:05:56: es gibt Menschen die dir helfen können und das ist etwas wo du nicht alleine rauskommen musst.

00:06:03: dass auch keine schwäche sich Hilfe zu holen sondern Zeichen von guter selbst für sorge Und für heute reicht uns aber auf jeden Fall schon die Erkenntnis grübeln ist ein Muster und Muster kann man verändern.

00:06:19: Was mir so wirklich geholfen hat und mein Denken verändert, ist die Kommunikationsperspektive.

00:06:27: Wenn man mal schaut was sich Kommunikationpsychologen alles angeguckt haben dann ist eine Grundidee dass jede Nachricht die ein Mensch sendet also jeder Satz der gesagt wird enthält vier Botschaften.

00:06:45: zum Beispiel Vielleicht kennst du das, wenn jemand sagt der Kaffee ist leer.

00:06:51: Und die erste Ebene ist zum Beispiel die Sachebene.

00:06:55: Da geht es um den Fakt, um das was wirklich inhaltlich gesagt wird nämlich dass es kein Kaffe mehr gibt gerade.

00:07:02: Das ist Fakt!

00:07:03: Die zweite Ebene, die ist sehr viel spannender.

00:07:06: Das sind die Selbstoffenbarungsebene und das ist die Ebene was verrät die Personen damit über sich?

00:07:12: Vielleicht sowas wie, ich bin total müde und ich hätte gerne einen Kaffee.

00:07:17: Die dritte Seite ist die Beziehungsebene.

00:07:20: da geht es so ein bisschen darum was hält die Person von mir?

00:07:23: Wie steht sie zu mir?

00:07:25: vielleicht so'n ja du hättest ruhig mal nachfüllen können machst das sonst bist doch hier auch zuständig für den Kaffe.

00:07:32: Und die vierte seite ist die Appellebene.

00:07:36: Was will diese Person vor mir?

00:07:38: Vielleicht machen wir bitte einen neuen Kaffees.

00:07:41: Und jetzt kommt der Punkt, der für uns heute der Schlüssel ist.

00:07:46: Vielleicht weißt du das schon?

00:07:47: Vielleicht kennst du das oder vielleicht erinnerst du dich weil du es mal irgendwann gelernt hast.

00:07:50: aber wir haben nicht nur vier Seiten beim Senden sondern auch vier Ohren beim Empfangen.

00:07:56: und jetzt mal ganz ehrlich unter uns Pastorentöchtern viele von uns hören einfach dass aller Allermeiste besonders stark auf den Beziehungsohr Und Menschen, die wie ich auch, die stark auf den Beziehungsohr hören, beziehen einfach alles sehr schnell auf sich.

00:08:15: Sie nehmen sich Aussagen zu Herzen und hören Kritik raus – auch wenn gar keiner gemeint war!

00:08:21: Das ist eine wichtige Botschaft, dass du Dinge persönlich nimmst.

00:08:25: Es ist ein Hörmuster.

00:08:27: Ja?

00:08:29: Du hörst mit diesem einen Ohr besonders laut und das sagt nichts über deinen Wert.

00:08:33: Ich finde es so spannend, wir waren ... Am Wochenende mit so lieben Freunden unterwegs und ... Da hat ein Mann, der schon ... Ich glaub, er hat gesagt, siechsundzwanzig Jahre sind hier zusammen.

00:08:45: Er hat gesagt Mensch das ist ganz oft so was zwischen uns, ne?

00:08:49: Meine Frau die sagt oder ich sag wenn ich nach Hause komme boh wie sieht's denn hier aus?

00:08:55: und dann wird die gleich richtig sauer.

00:08:57: ja ich hab es halt nicht geschafft aufzuräumen.

00:09:00: du weißt ich habe lange gearbeitet und da sagt er immer Ja, da muss ich erst mal sagen durch mein doch gar nicht dich mich nervt halt hier die Unordnung.

00:09:08: aber ich hab darüber gar nicht gemeint, dass du hättest aufräumen müssen oder dass das hier deine Aufgabe ist.

00:09:13: und genau so passieren die Dinge dann.

00:09:17: Das ist da nicht unbedingt das Beziehungs-Ohr, das ist dann vielleicht das Appellohr.

00:09:21: also was möchte der andere, dass ich tue?

00:09:23: Und so entstehen einfach auch Missverständnisse.

00:09:28: aber die Selbstoffenbarungsebene finde ich auch richtig richtig spannend weil bei der Selbstoffembahrung bin ich gar nicht jetzt die, die guckt bei sich, wird nämlich gerade wie persönlich.

00:09:45: Sondern ich gucke so wie eine Beobachterin, wie so ein Detektiv mit Lupe und frag mich was sagt diese Äußerung über die Person, die sie gerade macht?

00:09:53: Was sagt das über ihre Laune, über ihre Verfassung, über Ihre Werte, über Ihr Sorgen?

00:10:00: Jemand, der dich anfährt.

00:10:02: Der sagt damit einfach oft ich bin gestresst für mich unter Druck Ich habe Angst ich Bin unsicher Da ist die Botschaft an sich selbst und An Die welt und überhaupt gar nicht zwingt eine aussage über dich.

00:10:14: der trick ist also Zwischendurch mal bewusst das Ohr wechseln.

00:10:20: Vom Beziehungsohr, dass fragt was habe ich falsch gemacht zum Selbstoffenbarungsohr?

00:10:26: Das fragt, was zeigt mir das über den Menschen?

00:10:29: und vielleicht kennst du auch das Eisbergmodell.

00:10:34: Das wird ziemlich oft angewandt nämlich immer dann wenn man sichtbar machen möchte, dass nur so Zehn Prozent sichtbar ist, weil beim Eisberg siehst du auch so zehn Prozent.

00:10:49: Ist das was herausragend?

00:10:51: Was du über der Wasseroberfläche siehst?

00:10:54: und neunzig Prozent also der allergrößte Teil der größere Rest der liegt darunter und des total unsichtbar.

00:11:01: Und bei Menschen ist es genauso.

00:11:03: Über der Wasserlinie siehst Du Das Verhalten was jemand sagt wie jemand auf dich oder auf etwas reagiert ob jemand freundlich ist kurz angebunden Abweisen kritisch.

00:11:15: Du kannst ein bisschen an der Mimik erkennen, runzelt er die Stirn oder wie gestikuliert er was sagt die Körpersprache?

00:11:23: aber unter der Wasserlinie liegt alles was dieses Verhalten steuert.

00:11:28: und guess what?

00:11:29: Das bist nicht du unter der Wassalinie sondern das ist einfach der größte Teil des Eisbergs Gefühle Gedanken Bedürfnisse, Werte, Erfahrung, Überzeugung.

00:11:40: Ein Mensch der gestresst ist verhält sich eben einfach anders als einer, der sich sicher fühlt.

00:11:45: Jemand dem Ordnung ganz wichtig ist, der reagiert anders auf Chaos als jemand dem Freiheit einfach wichtig ist.

00:11:53: und Das ist der Kern dessen, was ich dir heute mitgeben will.

00:11:57: Menschen verhalten sich aufgrund der eigenen Gefühle Bedürfnisse Werte und Gedanken nicht deinetwegen – nicht wegen dir!

00:12:07: Der andere Mensch handelt aus seinem persönlichen Eisberg heraus wenn er dich kritisiert abweist ignoriert usw.

00:12:14: Und da steckt einfach ganz viel von diesem persönlichen Eisberg drin und ziemlich wenig von dir.

00:12:21: Und jetzt kurz der Perspektivwechsel.

00:12:23: Das gilt natürlich auch umgekehrt.

00:12:26: Die andere Person sieht auch von dir nur die Spitze, sie sieht nicht was du erlebst, was du gerade alles trägst, was dich ausmacht, was Du vielleicht schon seit Wochen in deinem Rucksack mit dir rumschleppst.

00:12:39: Sie hat ein Bild von Dir das aus diesen sichtbaren Momenten besteht und auf dieses Bild reagiert sie – nicht auf Dich!

00:12:51: Vor einiger Zeit hat mir eine Person aus meinem näheren Umfeld etwas gesagt.

00:12:58: Das hat sie noch nicht mal zu mir gesagt, sondern ausrichten lassen und das hat mich richtig getroffen!

00:13:02: Die hat meinen Erziehungsstil kritisiert also meine Haltung gegenüber Kindern Jugendlichen dass die total Fehl am Platz sei wenn Sie da schon sehen würde was ich poste und was ich da vertrete.

00:13:16: Das war so krass für sie, dass sie mich überhaupt gar nicht mehr kennenlernen wollte und nichts mit mir zu tun haben wollte.

00:13:21: Und ich bin ganz ehrlich das hat total gesessen!

00:13:26: Gerade bei dem Thema Erziehung wo ich oft sowieso das Gefühl habe da kannst du gar nicht richtig machen ne?

00:13:35: Und wo ich auch so viel Energie und Liebe Ausbildung Zeit alles reingesteckt habe.

00:13:44: Das hab ich mir echt zu Herzen genommen und ich hab das auf mich bezogen, ich hab mich gefragt bin ich wirklich so?

00:13:49: Ist es wirklich falsch?

00:13:50: also kann man wirklich denken dass was anderes da richtig ist und ich habe dieses dieses Gespräch was ja nie stattgefunden hat aber diese Sache immer durchgespielt und das hat mich genervt.

00:14:04: Das habe ich sogar oft auch meinen Freundin erzählt, weil es mich nicht losgelassen hat und weil ich mit jemandem teilen wollte... Und mit ein bisschen Abstand!

00:14:17: Mit ein bisschen Abstand dazu habe ich angefangen, mir darüber andere Fragen zu stellen.

00:14:21: Also die erste Frage war wie gut kennt diese Person mich eigentlich?

00:14:25: und die ehrliche Antwort war gar nicht!

00:14:27: Wir waren uns nie so nahe dass sie sich überhaupt ein persönliches Urteil hätte über mich bilden können.

00:14:31: Die kannte ein paar Momente Ein paar Posts, ein paar Eindrücke Erzählungen von anderen Nämlich ein Bild.

00:14:37: Und die zweite Frage, was steckt bei ihr dahinter?

00:14:40: Ich weiß nicht, was im Hintergrund bei ihr war.

00:14:42: Vielleicht eigene Erfahrungen, eigene Vorstellungen davon wie man Kindern umgehen sollte.

00:14:46: Vielleicht hat sie ihre Kinder total anders erzogen und das hat sie getriggert.

00:14:49: Die hatte vielleicht andere Werte oder eigene Themen und ich muss das auch gar nicht wissen aber ich habe verstanden da spielen ganz viele Dinge eine Rolle, die ich nicht sehen kann.

00:14:57: Das ist Ihr Eisberg!

00:14:59: Und die dritte Frage, die befreit mich besonders bin ich damit überhaupt gemeint.

00:15:05: Da wohnt mir klar, nee Ich war ja nicht gemeint, sondern das Bild von mir was sie im Kopf hat.

00:15:11: Und ich kann auch einfach nicht gemein sein weil sie mich gar nicht wirklich kennt und... ...ich habe mich dabei auch gefragt ist da ein Kern den ich prüfen möchte?

00:15:22: Weil dass es auch so eine Sache?

00:15:25: ich hab früher dann gedacht okay ich packt das einfach komplett weg!

00:15:29: Ich bin ja nicht das Problem.

00:15:31: und heute gucke ich vielleicht doch noch mal hin Welchen Anteil habe ich vielleicht daran?

00:15:40: Gut, da gab es jetzt keinen.

00:15:41: Wir waren nie im Gespräch aber ich bin das ehrlich für mich durchgegangen und hab gedacht okay muss sich dann nochmal drüber nachdenken über was ich öffentlich mache?

00:15:53: oder habe ich da vielleicht jemanden so persönlich kritisiert oder so?

00:15:59: ne also ich versuche schon konstruktive Kritik auch so etwas mitzunehmen, aber halt eben nicht... ich stelle mich nicht komplett in Frage.

00:16:11: Nicht mit dem was ich tue.

00:16:13: Ich gucke konkret ob da auch ein Anteil oder welcher Anteil von mir verantwortlich ist und ob ich da an mir Dinge verändern möchte um anderes Fahrwasser zu kommen, um eine andere Dynamik in die Situation zu bringen.

00:16:32: Ich habe mich entschieden, ich stehe hinter meinem Weg und das ist eines meiner Herzensthemen der Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

00:16:44: Kinder und Jugendliche stärken stark machen für die Herausforderungen des Lebens Und da steh' ich einfach hinter und ich kann akzeptieren dass es Menschen gibt, die das komplett anders sehen und ich bin nicht hier um die zu überzeugen Konnt es also loslassen.

00:17:03: Und was habe ich konkret getan, um mich abzugrenzen?

00:17:06: Also dass ich schon lange nicht mehr mache... Ich hab mich nicht gerechtfertigt!

00:17:09: Also ich hab jetzt nicht aufgezählt warum wir so ein weshalb aus wissenschaftlicher Sicht das doch total richtig ist, was ich vertrete und warum alles andere irgendwie veraltet oder dumm und doof und nicht richtig hingeguckt ist.

00:17:20: Nee, weil ich hab auch so'n bisschen im Hinterkopf was eine Mentore mal zu mir gesagt hat, nämlich Simone du musst dir nicht rechtfertigen.

00:17:32: Du hast schon Recht!

00:17:33: Du musst dir dein Recht nicht erst fertigen.

00:17:36: und ja ich habe diesen Kontaktwunsch der Person respektiert bin nicht weiter nachgelaufen und ich habe es bewusst nicht mehr gedanklich weiter getragen.

00:17:46: also wenn ich gemerkt hab das ist mal wieder durch gelaufen habe ich bewussten Stoppereien gehauen.

00:17:56: Ja, wenn ich ehrlich bin hat mich das echt Energie gekostet.

00:17:59: Das persönlich zu nehmen und durchzugehen und dass ich habe Energie zurück bekommen als ich erkannt habe es ging nicht um mich und Ich lasse das bewusst los.

00:18:12: Und was ich auch noch spannend finde gab mal einen Versuch von einem Psychologen mit Studierenden, der hat die gebeten, so ein richtiges peinliches T-Shirt zu tragen.

00:18:26: Ich glaube mit nem Sänger oder so drauf und dann sollten sie in den Raum voller Leute gehen und die sollten schätzen wie viele Menschen dieses T-shirt bemerken würden.

00:18:34: Und die haben gesagt ja logisch ne?

00:18:37: Die eine Hälfte kriegt's mit, die andere nicht und in der Wirklichkeit hat es noch nicht einmal ein Viertel der Menschen überhaupt bemerkt dass das dieses T Shirt Ja, peinlich war.

00:18:48: Und das ist auch so eine Erkenntnis die ich für mich gerne mitnehme dass wir nämlich regelmäßig überschätzen wie sehr andere auf uns achten und uns bewerten weil die meisten Menschen sind total mit sich beschäftigt.

00:19:00: also wir stehen nicht so im scheinwerfer licht wie sich das anfühlt und Das sind echt so innere Themen die ja was über den anderen sagen.

00:19:15: Jetzt nochmal zur inneren Stärke.

00:19:17: Wenn wir bei einer Stärke, also von Resilienz sprechen dann denken viele an dickes Fell und ich glaube das ist nur die halbe Wahrheit.

00:19:27: Also da geht es auch um andere Dinge wie zum Beispiel selbst mitgefühl achtsamkeit Selbstfreundlichkeit dass es vielleicht nicht unbedingt reicht, sich selbst eine gute Freundin zu sein.

00:19:45: Das ist oft schwierig weil im eigenen inneren Dialog wenn wir irgendwie Mist bauen dann reden wir ja manchmal mit uns.

00:19:52: so würde keiner von uns mit seiner Freundin reden sondern Abgrenzen aus Perspektive von der Selbstfürsorge zu sehen und nicht so.

00:20:06: Ich muss mich dagegen abgrenzen und hart bleiben, die erste Stufe ist einfach innerliches Abgrenzen.

00:20:12: Vielleicht hilft dir da ein bisschen die Frage eben, die wir schon besprochen haben was sagt das über die andere Person?

00:20:18: Ist überhaupt etwas dabei was ich prüfen möchte?

00:20:20: und ich möchte betonen Nicht persönlich nehmen, heißt nicht alles komplett abzuwehren.

00:20:25: Weil manchmal steckt in einem Feedback und alles ist Feedback in dieser Welt.

00:20:29: Alles was du bekommst ist Feed back auch im berechtigter Kern.

00:20:32: aber du kannst in Ruhe mit Abstand prüfen ob du da noch mal hinschauen musstest anstatt dich schuldig zu fühlen Und dann könntest du dir so einen inneren Satz zurechtlegen der mir hilft.

00:20:45: das gehört mir nicht.

00:20:48: Wenn du merkst, dass eine Bemerkung mehr mit der anderen Person zu tun hat, dann darfst du dir innerlich einfach zurückgehen.

00:20:53: Und natürlich Stufe zwei kannst du dich auch im Verhalten abgrenzen.

00:20:56: also Du musst nicht für jedes Gespräch für jede Stimmung und jede Äußerung zur Verfügung stehen.

00:21:02: Du darfst dich auch aus einer Situation mal zurückziehen, du darfst ein Gespräch beenden auf später verschieben du darf selber eine Nachricht erst später beantworten oder auch gar nicht.

00:21:10: du darf den Raum verlassen.

00:21:13: Grenzen können emotional sein, zeitlich körperlich und du darfst in jedem der Bereiche sagen, passieren und nicht weiter.

00:21:21: Manchmal muss man sich auch verbal abgrenzen.

00:21:24: manchmal reicht es nicht still zu bleiben.

00:21:26: das würde ich auch nicht immer empfehlen.

00:21:28: dann darf so eine Grenze auch aussprechen und das gelingt am besten ruhig klar und ohne rechtfertigung Und da darfst du auch deine ganz persönliche Ausdrucksweise finden.

00:21:40: Ich sehe das anders und ich muss mich dafür nicht rechtfertigen.

00:21:45: Ich kann das gerade nicht übernehmen.

00:21:47: Morgen kann ich dir wieder bei Sachen

00:21:49: helfen.".

00:21:50: Das ist meine Meinung, für mich ist das andere so nicht stimmig!

00:21:54: Wichtig ist bleibt bei dir und bleibt Konsequenz.

00:21:57: Eine Grenze ist dann auch nur dann eine wenn du danach auch so handelst und sie nicht wieder zurücknimmst.

00:22:02: Und okay manche Menschen werden damit nicht glücklich sein, dass es auch okay ist gehört zu ihrem Eisberg nicht zu daimen.

00:22:08: die dürfen dann auch mal traurig sein, auch mal wütend sein wenn du ne Grenze setzt.

00:22:14: Ja, vielleicht hilft dir so eine Mini-Übung zu mitnehmen einfach auch wenn du dir diese drei Fragen mitnimmst.

00:22:22: Die erste – was ist tatsächlich passiert?

00:22:24: Nur die Fakten ohne Interpretationen!

00:22:27: Was wurde gesagt?

00:22:27: Was wurde getan?

00:22:28: Was hast Du

00:22:28: gehört?!

00:22:30: Das Zweite – was sagt das über eine andere Person?

00:22:33: Gibt es einen Kern den ich prüfen möchte?

00:22:35: also wechselt das Ohr, stellte diese Frage und dann drittens…was brauche ich jetzt?

00:22:39: Abstand, ein klärendes Wort.

00:22:41: Einfach Zeit ums loszulassen und wenn du es in Kurzform abarbeiten willst dann nimm die einzige Frage gehört das zu mir?

00:22:51: Wenn?

00:22:51: diese Frage bringt dich von Kopfkino und von Gedankengängen wieder zurück zu dir.

00:22:58: Okay also Wenn ich mir wünschten würde was du heute mitnehmen könntest dann erstens dass du dir Dinge zu Herzen nimmst, ist einfach ein Muster.

00:23:11: Bei Menschen, denen Beziehungen wichtig sind das ist keine Schwäche.

00:23:15: Das Nächste, dass Menschen sich verhalten aufgrund ihrer eigenen Gefühle Bedürfnisse Werte Gedanken Erfahrungen Überzeugung Und viele Äußerungen erzählen mehr über den Sender als über dich und wenn du zwischendurch mal das Ohr wechselst auf dem Du hörst verändert sich alles.

00:23:38: Und drittens, du darfst dich abgrenzen innerlich im Verhalten mit Worten.

00:23:41: Du musst nicht für alles verfügbar sein und das ist einfach selbst für Sorge und keine Härte.

00:23:49: Ich wünsche mir einfach dass du beim nächsten Satz der Dich trifft kurz innehältst bevor du dir reagierst und wirklich dich fragst.

00:23:56: Geht es hier wirklich um mich?

00:24:01: Vielleicht musst du ja auch gar nicht auf alles reagieren und vielleicht musst du auch gar nicht sofort auf alles reagieren.

00:24:11: Vielleicht darfst du dir erst mal Zeit nehmen für deine Reaktion?

00:24:15: Und wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich, wenn wir uns hier bald wieder hören oder wenn du sie mit einer Frau teilst die das gerade hören darf Und erzähl mir doch einfach, wie es dir mit diesem Thema geht.

00:24:27: Was nimmst du denn noch zu Herzen?

00:24:29: Ich freue mich auf deine Nachricht!

00:24:30: Schau bei mir gerne auch auf Instagram, auf meinem Account Mutmodus.

00:24:34: Abonniere den gerne und abonnière auch gerne hier dem Podcast wenn Du keine Folge verpassen willst.

00:24:39: und bis dahin... Bleib mutig!

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